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Lebensgefahr für Rex und Co. - so wird die Küche zur Falle

Immer wieder erleiden Haustiere Vergiftungen durch die Aufnahme von Lebensmitteln und anderen in jedem Haushalt vorkommenden Stoffen. Leicht zugänglich wird geruchlich Attraktives einfach gefressen oder in bester Absicht verabreicht. Katzen sind durch ihre selektive Futterauswahl deutlich seltener als Hunde betroffen. Jede dritte Vergiftung von Haustieren ist auf Medikamente zurückzuführen. Auch Unfälle mit Haushaltschemie, dem süßen Frostschutzmittel Ethylenglykol, Pestiziden und Pflanzenbestandteilen sind häufig. Annähernd jede sechste Vergiftung wird jedoch durch für den Menschen ungiftige Lebensmittel verursacht!

Xylitol kommt vor allem in Diätprodukten, pur als Zuckeralternative und in zuckerfreien Zahnpflegeartikeln vor. Es handelt sich um einen organischen Zuckeralkohol, der ursprünglich aus finnischem Birkenholz gewonnen wurde und deshalb auch Birkenzucker genannt wird. Bereits die Aufnahme minimaler Mengen unter 1 g/kg Körpergewicht ist für Hunde gefährlich und macht eine intensivmedizinische Überwachung erforderlich. Eine vollständige Heilung ist aufgrund der großen Regenerationsfähigkeit der Leber jedoch gut möglich. Ein spezielles Gegengift gibt es nicht, die Behandlung erfolgt nach den vorliegenden Symptomen. Wissenschaftler der Pet Poison Helpline ® in Minneapolis konnten die vollständige Genesung eines 5 kg schweren Chihuahuas dokumentieren, der 224 g granuliertes Xylitol aufgenommen hatte. Doch nicht alle Hunde haben so viel Glück. Fälle, die mit einem akuten Leberschaden einhergehen, enden nicht selten tödlich. Ein Cocker Spaniel etwa überlebte den Verzehr von 45 zuckerfreien Kaugummis nicht. Leider ist die Aufklärung der Bevölkerung über das Gefahrenpotential von Xylitol bei Haustieren noch nicht ausreichend, da dieser Zuckerersatzstoff erst in den letzten Jahren große Popularität erreicht hat. Mittlerweile wird jedoch schon jede zweite Lebensmittelvergiftung beim Hund durch Xylitol verursacht.

Weintrauben darf Ihr Hund keinesfalls verspeisen, auch wenn sie gut schmecken!

Noch häufiger ist nur die für viele Tierhalter bereits bekannte Schokoladenvergiftung, die vor allem schwere Herzrhythmusstörungen induziert. Auch Weintrauben und Rosinen sind gesundheitsschädlich und können schwere Nierenfunktionsstörungen nach sich ziehen.  Zwiebeln, Porree, Knoblauch und Schnittlauch lösen bei der Aufnahme einer größeren Menge die roten Blutkörperchen auf. Weniger bekannt ist, dass auch Hopfen, Macadamia-Nüsse und Avocado zum Teil schwerste Vergiftungserscheinungen hervorrufen können.

Bitte lagern Sie alle potentiell toxischen Stoffe und Lebensmittel auch für Tiere außer Reichweite und suchen Sie beim Verdacht auf eine Giftaufnahme durch Ihren Hund oder Ihre Katze schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Teilen Sie ihm, wenn möglich, bekannte Informationen zu Art, Menge und Aufnahmezeitpunkt des Toxins mit. So kann eine unter Umständen lebensrettende Therapie eingeleitet werden. Seien Sie informiert und verhindern Sie so eine unkontrollierte oder gut gemeinte Aufnahme von Giftstoffen durch Ihren vierbeinigen Freund! Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben.

(Literatur auf Anfrage)

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